10.01.2008

Unsere momentane Arbeitssituation!

Jetzt möchte ich euch ein bisschen über unsere derzeitigen Aufgaben auf dem Interfacegelände informieren.
Auf diesen zwei Bildern könnt ihr erkennen wie wir gerade eines der vielen Holzhäuser auf ITF mit Holzöl einstreichen. Somit sind die Häuser besser gegen die heftigen Regenschauer, welche wir während der Regenzeit, besonders am Spätnachmittag erleben, geschützt. Und da die Häuser auch manchmal an einem Hang gebaut sind, war es gar nicht so einfach alle Stellen mit den Pinsel zu erreichen. So mussten wir uns auch ab und zu, was einfallen lassen. Wie zum Beispiel, dieses zweite Bild zeigt. :-D.
Auf diesen Bild könnt ihr erkennen, wie gerade eine große weibliche Bananenspinne meinen Ärmel hochgekrabbelt. Ich muss zugeben, es war schon ein mulmiges Gefühl, so eine rießige Spinne meinen Arm empor klettern zu lassen. Doch da ich wusste, dass sie normalerweise :-D nicht giftig ist wollte ich es einfach mal ausprobieren. Im Internetalbum "Gigantische Tiere", könnt ihr noch mehr Bilder sehen. Da kann man auch die zwei großen schwarzen Zähne sehen mit welchen sie wahrscheinlich auch richtig gut zubeißen kann! Der Grund warum es zu dieser Mutaktion kam, war, dass wir ein Haus mit Holzöl einstreichen mussten, welches von solch einer fetten Spinne bewohnt war. So haben wir sie schließlich umgesiedelt.
Ja und nach getaner Streicharbeit auf dem Dach hab ich gleich die günstige Hanglage genutzt um mal so richtig hoch abzuspringen. Das Coole ist, dass es viel höher aussieht, als es eigentlich ist. Da die Perspektive das zulässt. Schaut aus wie wenn ich fliegen würde, hmmm??
Außerdem mussten wir das gesamte Gelände, welches ungefähr ca. 12 Fußballfelder groß ist Rasenmähen. Dazu hat jeder von uns einen Rasenmäher bekommen. Und so konnten wir unsere Fähigkeiten im Rasenmähen so richtig ausreitzen. Da das Gelände fast durchgängig abfällt, mussten wir oft am Hang mähen. Das war natürlich umso ansträngender. Doch schließlich hat uns Danny, ein Missionar auf dem Gelände, welcher viel in der Werkstatt tätig ist, noch mit den Rasenmähermobil unterstützt. Heute durfte ich dann auch mal den Wheeter, oder wie die Einheimischen sagen "Helicopter" ausprobieren. Mit diesem Teil kommt man in die für den Rasenmäher nicht zugänglichen Stellen ran. Hat Spaß gemacht, allerdings wird man bei beständigen Mitte 20iger Temperaturen, und dem Anzug und dem ständigen Tragen des Gerätes und noch dazu in Bewegung, gewaltig ins Schwitzen. Ja und zum Schluss möchte ich euch noch einen Blick über unser neues Heim, welches wir in wenigen Tagen für ca. 1 Monat bewohnen dürfen, gewähren. Da am 18. Januar das Interfaceprogramm für 15 Teilnehmer u.a. auch wir drei Deutschen startet. In diesen 4 Wochen werden wir einiges mehr über Mission erfahren dürfen. Außerdem in der letzten Woche einen Ausflug in einem Stamm wagen. Doch jetzt will ich nicht zuviel erzählen, da ich euch danach mehr darüber berichten möchte. Also, haltet die Ohren steif und bleibt geduldig!

Euer Dschungelkönig :o)

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hallo!
Ich wollte meinem Sohn eine Bananenspinne zeigen und stíess auf deine Seite.
Ich dachte mir, ich erzähl dir mal, wie mutig du tatsächlich warst...(O;
LG Inken
Die Phoneutria nigriventer ist auch unter dem Trivialnamen Bananenspinne oder Brasilianische Wanderspinne bekannt und gilt als eine der 3 giftigsten Spinnen der Welt (zusammen mit Atrax robustus in Australien und der Gattung Sicarius in Südafrika). Phoneutria gehört zu den aktiven Jägern (ähnlich wie die europäischen Lycosidae mit denen die Familie der Ctenidae relativ nahe verwandt ist) - sie baut somit kein Fangnetz.

Was die Phoneutria für Menschen besonders gefährlich macht ist ihre Aggressivität - bei der geringsten Störung richtet sich das Tier auf seine beiden hinteren Beinpaare auf und erhebt die beiden vorderen Beinpaare in einer charakteristischen Drohhaltung; diese wird immer in Richtung des vermeintlichen Agreifers ausgeführt. Wenn der Angreifer nahe genug ist geht die Spinne sofort zum Angriff über, wobei sie auch etliche cm weit springen kann. Aufgrund der grossen Geschwindigkeit, die Ctenidae im allgemeinen und Phoeneutria im besonderen erreichen können, ist eine Flucht dann bereits relativ schwierig - auch von einer Abwehr mit einem Stock muss abgeraten werden, da die Tiere bekanntermassen sehr schnell den Stock hochklettern und beissen.
Die Gattung Phoneutria kommt vor allem in Südamerika, aber auch in Mittelamerika vor - in Brasilien etwa ist sie für eine relativ grosse Anzahl von Giftunfällen verantwortlich.
Das Gift der Phoneutria wirkt neurotoxisch, ähnlich wie die Gifte der anderen Ctenidae Arten (etwa Cupiennius).
Mit den anderen Ctenidae (und auch Lycosidae) Arten teilen sie sowohl eine ausserordentliche Agilität als auch Nervösität, wie es für eine jagende Spinne typisch ist. Dadurch unterscheiden sich die Tiere deutlich von den Mygalomorpha (Tarantel oder Vogelspinne) mit denen sie von ungeübten Beobachtern wegen ihrer Grösse zuweilen verwechselt werden (das Phoneutria Weibchen kann eine Körpergrösse bis zu 4 cm erreichen). Weitere Unterscheidungsmerkmale zu den Taranteln sind die labidognathen Cheliceren, 4 Beinsegmente (statt 5 wie bei den Mygalomorpha), die im Verhältnis zum Körper relative langen Beine und die deutlich weniger stark ausgeprägte Behaarung.